5 Tipps für den Umgang mit deinen inneren Antreibern

Nachdem ich in meinem zweiten Blogpost das Konzept der inneren Antreiber vorgestellt habe, soll es in diesem Artikel darum gehen, wie du mit ihnen umgehen kannst. Ich habe dir 5 Tipps aus dem Coaching zusammengestellt, die dir dabei helfen können, ein entspannteres und stressfreieres Leben zu führen. Und los geht`s:

Tipp 1: Werde dir deiner inneren Antreiber bewusst

Wir lernen in keiner Schule oder Ausbildung, wie wir am besten mit uns selbst umgehen können. Wie schade, denn für ein glückliches, erfolgreiches und erfülltes Leben müssen wir zuallererst uns selbst kennen und verstehen. So einiges könnte man vom Lehrplan streichen und dafür ein paar Stunden Inner Work ansetzen. So lange das noch nicht der Fall ist, müssen wir selbst unseren Weg finden. Ansätze gibt es viele und doch treffen sie sich alle an einem Punkt: Der Fokus ist grundsätzlich nach innen gerichtet, hin zum spüren und wahrnehmen. Das kann über den Körper, den Geist, die Seele oder die Emotionen erfolgen. Bei den Antreibern handelt es sich um Glaubenssätze, also über den Verstand und die Sprache abgespeicherte Verhaltensmuster. Am ehesten kommt man ihnen daher auch über bestimmte Aussagen auf die Spur, die auf einen selbst mehr oder weniger zutreffen. Dafür gibt es einen speziell entwickelten Test, den ich dir hier zum Download zur Verfügung stelle. Du findest alle Anweisungen und die Auswertung im Excel Sheet. Sei gespannt, was sich bei dir zeigt!

Tipp 2: Trete mit deinen Antreibern in einen Dialog

Hast du deine Antreiber erkannt, dann ist es wichtig mit ihnen quasi ins Gespräch zu kommen. Das mag sonderbar klingen, aber hinter jedem Antreiber stehen ein Bedürfnis und eine Schutzfunktion. Er meint es im Endeffekt gut mit dir und von daher ist eine liebevolle Auseinandersetzung auch die richtige Art der Herangehensweise. Das könnte z.B. so aussehen:

Lieber Antreiber, ich sehe, dass du mir helfen willst, diese stressige Situation zu bewältigen, vielen Dank dafür. Jedoch treibst du mich in eine Richtung, die mir im Moment nicht mehr gut tut. Was bewegt dich dazu? Warum ist es dir so wichtig, mich so anzutreiben? Was glaubst du, dass du mir damit ermöglichst? Was glaubst du, dass du dir damit ermöglichst? Wie wäre es für dich, wenn du weniger Macht über mich hättest oder sie gar verlierst?

Im Coaching kann man solche Fragen wunderbar beleuchten. An dieser Stelle kommen auch die Emotionen mit ins Spiel, denn oft liegen tiefgreifende Erfahrungen von zu wenig Anerkennung, Mangel oder Einsamkeit zugrunde, die über die Emotionen gelöst werden können. Gebundene Energien werden so freigesetzt und es entsteht Raum, um neue Handlungsmöglichkeiten zu erkunden und zu etablieren.

Tipp 3: Rede mit Freunden und Kollegen über deine Antreiber

Sprich mit deinem Umfeld über deine Erkenntnisse. Die Antreiber zeigen sich oft im stressigen Berufsalltag, von daher haben deine Kollegen oder Freunde, die dich in diesem Kontext kennen, oftmals sogar ein besseres Bild von dir als du selbst. So bekommst du sicherlich noch weitere sehr wertvolle und hilfreiche Informationen und Beobachtungen von außen. Zudem werden Verhaltensweise transparenter, was für weniger Unmut im Sinne von „jetzt macht die schon wieder alles im Alleingang“ (sei stark!) sorgt. Statt über jemanden zu reden oder gar zu lästern kann so ein miteinander reden werden. Dies setzt natürlich ein vertrauensvolles Arbeitsklima voraus, idealerweise mit einer Führung, die in solchen Coaching Themen geschult ist. Der Benefit ist aber enorm, denn die Kommunikation im Team wird eine ganz andere und der Umgang miteinander sehr viel verständnisvoller.

Tipp 4: Setze sogenannte Erlauber ein

Darüber hinaus kannst du dir selbst die Erlaubnis geben, anders zu handeln als es der Antreiber will. In der Graphik findest du zu jedem Antreiber einen Satz, der dafür geeignet ist. Solche Erlauber können mit unterstützen, den Zwang des Antreibers lösen.

Tipp 5: Habe Geduld mit dir selbst

Deine persönlichen inneren Antreiber begleiten dich wahrscheinlich schon sehr lange und es braucht Zeit, gewohnte Verhaltensmuster zu verändern. Du brauchst Übung, deine Antreiber zu erkennen und noch mehr Übung, dir selbst die Erlaubnis zu geben, sie zu lösen. Sei geduldig und liebevoll mit dir, dann wirst du eines Tages in bestimmten Situationen nicht mehr nur einfach reagieren, sondern selbst entscheiden wie du agierst. Das gibt dir eine unglaubliche Macht und Handlungsfreiheit zurück und wirkt sich positiv auf deine Energie aus. Es lohnt sich also, diesen Weg zu gehen.

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